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Dünyada yeni


Das Kambodscha-Problem von Adidas Für Adidas ist Kambodscha eines der wichtigsten Produktionsländer weltweit. Doch die Menschenrechtslage dort ist so schlecht, dass die EU-Kommission jetzt einschreitet.

"Made in Cambodia" – die wenigsten Kundinnen und Kunden dürften genau wissen, was es bedeutet, wenn das auf dem Etikett eines Adidas-T-Shirts steht. Ihnen wird wahrscheinlich nicht klar sein, dass der deutsche Sportartikelhersteller in keinem anderen Land der Welt mehr Textilien produzieren lässt. Ein Viertel der gesamten Adidas-Bekleidung kommt aus Kambodscha. Und die wenigsten Kunden dürften wissen, dass Adidas erwägt, sich aus diesem Land zurückzuziehen – wenn die EU-Kommission eine folgenschwere Entscheidung trifft. Schon vor fast einem Jahr hat die EU-Kommission ein Verfahren gegen Kambodscha eingeleitet, weil sie länger beobachtet hatte, dass sich die Menschenrechtslage dort verschlechtert. Kambodscha gehört zu den weltweit 49 ärmsten Ländern, die alle Waren zollfrei in die Europäische Union exportieren dürfen, ausgenommen Waffen. Everything but Arms oder kurz EBA heißt dieses Zollschema, das als Entwicklungshilfe gedacht ist. Nun aber sieht es ganz danach aus, als würde die EU dem Land diesen Handelsvorteil wieder entziehen, zumindest teilweise. Das hätte womöglich schwere Konsequenzen für Kambodscha.